4C bei Veranstaltung gegen Gewalt und Rassismus

veröffentlicht am 7. Mai 2026

Jedes Jahr am 5. Mai, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen, begeht die Republik Österreich einen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Die 4C-Klasse hatte das Glück, zu dieser eineinhalbstündigen Veranstaltung eingeladen zu sein.

Auf die Bedeutung eines „Nie wieder“ wurde bereits in den Eröffnungsworten des Zweiten Nationalratspräsidenten Peter Haubner sowie in den Schlussworten des Präsidenten des Bundesrates, Markus Stotter, hingewiesen. Den Höhepunkt der Gedenkstunde bildete jedoch die berührende Rede der Holocaust-Überlebenden Hedi Schnabl Argent. 1929 als Hedwig Schnabl in Schwechat bei Wien geboren, lernte sie früh Ausgrenzung und Antisemitismus kennen. Hedi durfte die Schule nicht mehr besuchen, die Anwaltskanzlei ihres Vaters sowie die Wohnung der Familie wurden „arisiert“. Kurz vor Kriegsbeginn gelang der Familie schließlich die Flucht nach England. Erst viele Jahrzehnte später konnte ein junger Mann – ein Verwandter von Gerti, der einzigen Freundin, die Hedi aufgrund ihrer jüdischen Herkunft in ihrer Schulzeit hatte – den Kontakt zu ihr wiederherstellen und sie nach Wien einladen, in ein „anderes Wien“, wie sie betonte. Diese junge Generation sowie das Wiedersehen mit ihrer Freundin Gerti, so Hedi Schnabl Argent halfen ihr, sich mit ihrem Heimatland wieder zu versöhnen.

Im Anschluss an diesen historischen Rückblick folgte eine Podiumsdiskussion mit Gedenkdienern und Menschen, die sich der (freiwilligen) Aufgabe widmen, den Holocaust auch nach dem Tod der letzten Überlebenden zu erklären und damit ähnlichen Entwicklungen in der Gegenwart entgegenzuwirken.
Gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seiner Gattin sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern aller Parteien wurden die Schülerinnen im alten Sitzungssaal des Parlaments Zeugen einer Zeit, die es gilt, nie wieder Wirklichkeit werden zu lassen. Ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, im Gespräch zu bleiben und eigene Anliegen zu formulieren, ergab sich für die Schülerinnen im kurzen informellen Austausch mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr beim Verlassen des historischen Saals.

B. Vierlinger

Gallery image
Gallery image
Gallery image
Gallery image
Gallery image

Suche

Archiv

  • 2025/26 (26)
  • 2024/25 (27)
  • 2023/24 (21)
  • 2022/23 (18)
  • 2021/22 (22)
  • 2020/21 (26)
  • 2019/20 (34)
  • 2018/19 (37)